Wer die Wahrheit ignoriert, hÀlt sich auch die Augen zu, um unsichtbar zu sein!

Umdenken, fĂŒr das Erbe unserer Kinder!

Herzlich willkommen im falschen Film!

 

Das Gehirn ist ein Organ, mit dem man denkt, dass man denkt. Wer den eigenen Verstand allerdings tatsÀchlich nutzt, könnte sich immer hÀufiger wie im falschen Film vorkommen.

Erfahre auf amĂŒsante und zugleich ehrliche Art und Weise, was wir tĂ€glich tolerieren, konsumieren und unterstĂŒtzen. Planet-Erbe behandelt Themen rund um den blauen Planeten und das Erbe, welches wir durch unsere Lebensweise unseren Kindern, Enkelkindern und folgenden Generationen hinterlassen.

 

Was wir heute tun, entscheidet darĂŒber, wie die Welte von morgen aussieht!

In den letzten Jahren wurden vermehrt provokante Parolen in die Welt gerufen:

  • Rettet die Welt, nicht euren Arsch!
  • FrĂŒher war der Fisch in der Packung, heute ist es umgekehrt!
  • Kein Planet B!
  • Dinos dachten auch, sie hĂ€tten noch Zeit!
  • WĂ€re die Erde eine Bank, hĂ€ttet ihr sie lĂ€ngst gerettet!
  • Klima ist wie Bier, scheiße, wenn es zu warm ist!
  • Privatisiert das Klima und erklĂ€rt es bankrott, dann wird es schon gerettet!
  • Macht eure Hausaufgaben, dann machen wir unsere!

Fremdes Fehlverhalten beurteilen wir wie StaatsanwÀlte, das eigene wie Verteidiger!

Es ist einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen, aber was tragen wir eigentlich selbst zu den vorhandenen Problemen bei?

Tatsache ist, es gibt große Herausforderungen und Problem, aber:

Egal wie schwierig ein Problem auch ist, sich am Ellbogen lecken, ist schwieriger!

(Gib es zu, du hast es ausprobiert)

Im Bereich „Infocenter“ findest du BeitrĂ€ge und Geschichten zu aktuellen Problemen und Herausforderungen, im Zusammenhang mit unserem blauen Planeten.

Um zu veranschaulichen, mit welchen Schwierigkeiten Planet-Erbe zu kÀmpfen hat, eine kurze (nicht ganz ernst gemeinte) Geschichte!

Warnung: Die Geschichte enthĂ€lt Schimpfwörter und Beleidigungen! Sie ist ĂŒberzogen und umgangssprachlich dargestellt, es ist daher nahezu unmöglich, die komplette Story zu lesen. Wer es dennoch bis zum Ende schaffen möchte, braucht starke Nerven.

Wer nicht stark genug ist, kann die ĂŒbersetzten Zusammenfassungen unterhalb der einzelnen Abschnitte lesen (grĂŒn markiert). Wenn du wissen möchtest, wer diesen literaturnobelpreisverdĂ€chtigen Inhalt verfasst hat, klicke hier!

Viel Spaß!

 

Die Geschichte soll niemanden diffamieren, beleidigen, oder bestimmte Verhaltensweisen anprangern. Ziel ist es, das eigene Handeln zu reflektieren und sich eine eigene Meinung zu bilden.

 

Die Brain-Challenge

Eine etwas andere Geschichte ĂŒber den Umgang mit Planet-Erbe und ihren Bewohnern!

EigenstÀndig-Denken

Kapitel 1: Die Hauptakteure und ein Trend

  • Nutze deinen Verstand und folge nicht blind der Masse

Kapitel 2: Magic Pony

  • Speziesismus / Wer ist Nutztier, wer Haustier?

Kapitel 3: Keine Milch im Tank

  • Milchindustrie und die Frage: Geben KĂŒhe immer Milch?

Kapitel 4: Der Wurzelknilch und das Massaker

  • Massentierhaltung und das Produkt Lebewesen

Kapitel 5: Nemo und der Goldfisch auf dem Mars

  • Planet-Plastik und die Folgen

Kapitel 6: Der Holzkopf hat am Blitz geleckt

  • Wald- und Brandrodung killt das Klima! It’s getting hot!

Kapitel 7: FrĂŒhstĂŒck ohne Biene Maja

  • Bienen, Hochsensible Menschen & Tierversuche

Kapitel 8: Zitronen im Feuer

  • Zukunftsaussichten und Erfolge

Kapitel 9: Wackelpetra und das Gebiss

  • ErnĂ€hrungsumstellung / Ratgeber / Rezepte

Die Hauptakteure und ein Trend

Irgendwo in Germany treffen sich die Freunde Schröder und Junge, um gemeinsam Zeit zu verbringen.

„Moin Schröder, was geht ab bei dir?“
„Moin Junge, ich checke gerade Insta und Co, poste n paar Pics, wichtiger Kram halt!“
„Respekt! Stell mal deine Lauscher auf Empfang! Es gibt einen neuen Megatrend, nennt sich Brain-Challenge. Ich habe das ausprobiert, knallt total rein!“
Schröder ist leicht irritiert und fragt: „Was soll das denn sein, klingt irgendwie spanisch?!
„Das heißt ĂŒbersetzt so viel wie, dass man seinen Verstand benutzen kann, um sich eine eigene Meinung zu bilden!“
Schröder lacht: „Die lassen sich auch immer neuen Schwachsinn einfallen!“
„Wie sieht’s bei dir aus, traust du dich, die Challenge anzunehmen?“ fragt Junge.
Schröder: „Junge, ich weiß und kann doch eh schon alles. Ich bin so cool, dass es hinter mir schneit! Aber wenn es dich happy macht, nehme ich die Challenge an. Was muss ich machen?“
Junge grinst: „Bam!! Ich wusste, dass ich mich auf dich verlassen kann. Dann lass uns starten. Der Anfang ist easy, einfach losgehen und gucken, was so passiert!“

Mit einem siegessicheren LĂ€cheln auf den Lippen schließt sich Schröder Junge an! Der Megatrend Brain-Challenge beginnt!

AllgemeinverstĂ€ndlich: Zwei junge Herren namens Herr Schröder und Herr Junge treffen sich und beschließen, den Trend der Gehirnnutzung auszuprobieren. Sie ziehen gemeinsam los.

Magic Pony

Speziesismus

Schröder und Junge ziehen los, die Welt zu erkunden. Auf ihrem Weg raus aus der Stadt kommen sie an einer großen Wiese vorbei, auf der zwei Ponys stehen. Das eine schwarz, das andere weiß!
Schröder weiß sofort, was zu tun ist.
„Junge, check du mal den weißen Gaul, ich nehme mir den schwarzen.“
„Wie meinste?“ fragt Junge.
„Boah Junge, wir nehmen die Vierbeiner mit, dann mĂŒssen wir nicht walken.“
„Ahh, okay! Aber warte, ist doch voll unehrenhaft, die gehören uns doch gar nicht! Was ist, wenn der Sheriff hier antanzt, oder die Viecher nicht wollen, dass wir auf ihnen cruisen?“
„Halt die Luft an und steig auf, die sind doch dafĂŒr da, um geritten zu werden, was fĂŒr einen Zweck sollten die sonst haben?“
„Ne lass mal. Ich hab’s nicht so mit hoppe, hoppe Reiter und gehe lieber zu Fuß?“
Schröder schĂŒttelt den Kopf und springt auf das schwarze, zwergenhafte Pferd. Der Nature-Trip beginnt.
Die beiden Gehirnakrobaten merken nicht, dass das edle Ross um einige Zentimeter in die Höhe wÀchst.

AllgemeinverstĂ€ndlich: Da Herr Schröder ungern laufen möchte, entwendet er ein schwarzes Shetlandpony, um sich von selbigem tragen zu lassen. Herr Junge weist vergeblich auf das Unrecht der Entwendung und auf die WĂŒrde des Tieres hin. Auf wundersame Weise nimmt das untersetzte Pferd plötzlich an KörpergrĂ¶ĂŸe zu. Gemeinsam mit Herrn Junge zieht Herr Schröder los, die Natur zu erkunden.

Keine Milch im Tank

Geben-KĂŒhe-immer-Milch

Schröder reitet ĂŒber Feldwege und durch WĂ€lder und kommt schließlich an einer Weide vorbei, auf der grasende KĂŒhe stehen. Junge folgt ihm unauffĂ€llig. Schröder springt aus dem Sattel und ruft:
„Sauber, endlich was zu trinken. Komm Junge, wir gehen zur Milchbar.“
Junge ist etwas irritiert, er sieht keinen Barkeeper und braucht kurz, um zu kapieren, was Schröder meint. Der ist bereits ĂŒber den Weidezaun gesprungen und fĂ€ngt direkt an zu zapfen. Doch was ist das?! Die KĂŒhe haben keine Milch im Tank! Schröder gelangt zu der Erkenntnis, dass wohl jemand vor ihm da war und alles ausgetrunken hat.
„Aber Schröder,“ sagt Junge! „Hast du denn im Lernbunker nicht aufgepasst? Die Euterbomber geben doch nur Milch, wenn sie Blagen haben. Die Kuh da drĂŒben hat ein Kalb, da könntest du zapfen gehen, aber lass das lieber sein, schließlich ist die Milchbar nicht fĂŒr dich gedacht, oder biste etwa ein Bulle?“
„Bullshit,“ ruft Schröder. „NatĂŒrlich ist die Milch fĂŒr mich, schließlich haben wir Menschen schon immer Milch getrunken und was interessiert mich die Baby Kuh?!“
Junge erwidert: „Ist schon richtig, dass wir seit Ewigkeiten Milch trinken, aber ist es darum auch richtig? FrĂŒher haben wir auch in den Wald gekackt und wissen es heute besser. Kennst du auch nur ein Animal, was die Milch von einer anderen Spezies trinkt? Ne? Ich auch nicht, gibt’s nĂ€mlich nicht! Da kannst du auch Gorillamilch sĂŒppeln, die liegt uns genetisch viel nĂ€her!“
„Was geht denn mit dir,“ fragt Schröder. „Bist du jetzt Captain Superbrain, oder was!?“ Spricht es und fĂ€ngt an, die Kuh auszusaugen.“
Das schwarze Ross von Schröder wÀchst erneut um einige Zentimeter in die Höhe!

AllgemeinverstĂ€ndlich: Herr Schröder wird von Herrn Junge darĂŒber belehrt, dass KĂŒhe nur dann Milch geben können, wenn Sie Nachwuchs bekommen haben. Weiterhin sagt Herr Junge, dass es absolut unnatĂŒrlich ist, die Milch einer anderen Spezies zu konsumieren. Herr Schröder ignoriert diese Information und trinkt dem Kalb die Milch weg. Daraufhin bekommt sein Pony einen erneuten Wachstumsschub.

Der Wurzelknilch und das Massaker

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Schröder mĂŒht sich sichtlich genervt zurĂŒck auf Black Beauty und schiebt das erschwerte erklimmen des Pferdes auf den Milchshake in seiner Plauze.
„Mit vollem Bauch klettert es sich halt schlecht,“ rĂŒlpst er Junge an.
Nach Durst kommt Hunger und Schröder entscheidet sich, die nÀchste Ausfahrt zu nehmen, um kurzerhand durch den Drive In einer Burgerkette zu galoppieren.
„Mach mal 50 ChickenflĂŒgel, 3 Beefburgerquattrostagioni und Fritten mit Bacon, macht nichts, wenn’s schnell geht,“ grölt er seine Bestellung der netten Dame am anderen Ende der Leitung entgegen. Junge staunt nicht schlecht, ĂŒberlegt kurz und ordert nur eine Portion Pommes mit Ketchup.
„Hey Diggah, was ist das denn fĂŒr’n SchmalspurmenĂŒ? Hau dir mal mehr Meat zwischen die Kiemen, sonst war’s das bald mit dir, oder bist du etwa einer von diesen Rohkost Pflanzenfressern?!“
Junge grinst und beginnt seinen verbalen Konter mit den Worten:
„Pflanzenfresser, Biotonne, Wurzelknilch, nenn mich wie du willst! Aber in der Bildungsanstalt warst du wohl den ganzen Tag nur Kreide holen! Du solltest dir auch ĂŒberlegen weniger Fleisch zu esse, so’n richtigen Plan hast du nĂ€mlich nicht. Hast du auch nur den Ansatz einer Vorstellung davon, was dein Beef-Chicken-Bacon Massaker fĂŒr Auswirkungen hat?“
„Ja sichi,“ schreit Schröder. N‘ lecker Essen inner Wampe und das alles fĂŒr n Appel & n Ei. Kost doch nix und ist obendrein gesund!“
„Du bist doch mit dem Hammer gekĂ€mmt worden,“ fĂ€hrt Junge fort. „Die Viecher, die du da so genĂŒsslich in dich reinstopfst, haben bis zur ihrem Judgement-Day tausende Liter Wasser gesoffen und unseren Planeten heiß gefurzt! Abgesehen davon, wurden sie ihr Leben lang gedisst und abgezogen!“
„Die geborenen Looser halt! Das macht aber nichts, weil die keine richtigen GefĂŒhle haben, so wie wir Herrscher,“ meint Schröder.
„Das ist aber ganz schön viel Meinung fĂŒr so wenig Ahnung!“ entgegnet Junge und ergĂ€nzt: „Die Tiere werden geboren, um zu sterben und die werden garantiert nicht totgestreichelt! Mehr GefĂŒhle als du haben sie auf jeden Fall, du bildungsresistenter Intelligenzallergiker“!
„Oh wie herzzerreißend,“ stöhnt Schröder von seinem mittlerweile deutlich höheren Ross. Wenn das so schlimm wĂ€re, hĂ€tte man es uns ja wohl schon lĂ€ngst gesagt und so viele Viecher werden fĂŒr meine Buletten schon nicht ins Gras beißen!“ Er lacht ĂŒber diesen, aus seiner Sicht epischen Wortwitz. „Außerdem hatten die alle ein glĂŒckliches Leben. Steht doch ĂŒberall, Fleisch von glĂŒcklichen Tieren. Also, chill mal deine Base und saug mich nicht so von der Seite an!“

AllgemeinverstĂ€ndlich: An einem Schnellrestaurant bestellt Herr Schröder diverse Fleischgerichte. Herr Junge gibt zu bedenken, dass dieser unbedachte Fleischkonsum gravierende Auswirkungen auf das Klima hat und mit massivem Leid fĂŒr die Tiere verbunden ist. Die vegane Lebensweise von Herrn Junge amĂŒsiert Herrn Schröder. Seine Argumentation fĂŒr eine karnivore Lebensweise bezieht sich auf ein unschlagbares Preis- LeistungsverhĂ€ltnis, den Gesundheitsfaktor, auf eine annehmbare Anzahl getöteter Tiere, sowie eine artegerechte Lebensweise.

Nemo und der Goldfisch auf dem Mars

Geben-KĂŒhe-immer-Milch

Schmatzend und rĂŒlpsend setzt Überflieger Schröder seine Reise fort, immer im Schlepptau, sein blitzgescheiter Kumpel Junge. Zu fortgeschrittener Stunde erreichen die beiden schließlich das Meer. Schröder wirft nicht nur einen gelangweilten Blick auf das Wasser, sondern direkt seinen gesammelten MĂŒll hinterher.
„Was bist du denn fĂŒr’n Fruchtzwerg, donnerte Junge ihn an? Hast du mit dem Hulk geboxt oder wie kommst du darauf, den Inhalt deiner TaschenmĂŒllkippe hier abzuladen? Das muss sortiert und fachgerecht entsorgt werden, du Schlumpf!“
„Gleich platzt mit hier aber der Arsch,“ knattert Schröder zurĂŒck. Du willst mir doch nicht ernsthaft erzĂ€hlen, dass mein bisschen Plastik-, Papier-, und LebensmittelmĂŒll den Nature-Flow beeinflusst?!“
„Normal, blĂ€st Junge zurĂŒck! In den Meeren hier on Planet-Earth treiben Millionen Tonnen von MĂŒll. Schmeiß mal deinen Denkapparat da oben an und ĂŒberlege, was damit passiert. Das Zeug vergiftet nicht nur das Wasser, sondern auch Nemo und seine Kumpel, du Meerjungfrau!“
„Wenn schon Meerjungmann,“ schreit Schröder Junge an. „So schlimm wird’s schon nicht sein.“
„Schröder, du bist nĂŒtzlich wie ein Goldfisch auf dem Mars,“ sind Junges letzten Worte zu diesem Thema und weiter geht der lustige Roadtrip.

AllgemeinverstĂ€ndlich: Der Weg der Kameraden fĂŒhrt sie ans Meer, in welches Herr Schröder seinen MĂŒll entlĂ€dt. Angesprochen auf die große Menge an MĂŒll in den Meeren dieser Welt und auf dessen Auswirkungen auf Meeresfauna- und flora, verharmlost Herr Schröder das Thema. Die Herren setzen Ihre Reise anschließend fort.

Der Holzkopf hat am Blitz geleckt

Geben-KĂŒhe-immer-Milch

Schröders HottehĂŒ hat mittlerweile die Ausmaße eines stattlichen Hannoveraners angenommen.
Die Buddies setzen ihre Reise fort, entschließen sich aber nach einer Weile dazu, ein Nachtlager aufzuschlagen.
Kollege Schröder findet den Vorschlag im Freien zu schlafen nicht sonderlich prickelnd und hat eine glorreiche Idee! „Junge lass uns ein paar BĂ€ume k. o. schlagen und daraus eine HĂŒtte dengeln. Mein schwarzer Blitz hier (er zeigt auf das ehemalige Pony), hat unterwegs mĂ€chtig zugelegt und hat jetzt genĂŒgend Power, um die Hölzer umzutreten. Morgen frĂŒh fackeln wir die Butze wieder ab und fertig ist die Laube.“
„Lecko mio popo blanco,“ murmelt Junge sich in den nicht vorhandenen Bart. „Du hast doch echt am Blitz geleckt, und damit meine ich nicht dein riesiges Pony! Punkt 1: ICH KANN KEINE HÜTTE DENGELN! Punkt 2: Wald- und Brandrodungen zerstören den Lebensraum etlicher Tiere und tragen maßgeblich zur ErderwĂ€rmung bei.“
Schröder: „Kokolores! Ein paar BĂ€ume mehr oder weniger, da krĂ€ht doch kein Hahn nach! Die meisten BĂ€ume werden ohnehin fĂŒr dein Schwabbel-Tofu umgeholzt, du Umwelt Fetischist!“
Junge: Ich wĂŒrde mich intellektuell gerne mit dir duellieren, sehe aber, du bist unbewaffnet. Tofu wird aus Soja hergestellt. Soja wird aber zum aller grĂ¶ĂŸten Teil fĂŒr die Massentierhaltung benötigt und mein Schwabbel-Tofu kommt aus Europa und nicht aus Brasilien, den USA oder Argentinien. Durch den Kahlschlag in diesen LĂ€ndern und die Vernichtung der RegenwĂ€lder steigen die Temperaturen! Du bist aber auch ein Holzkopf, Schröder!“
„Ey, noch so’n Ton, Intensivstation! Ist doch prima wenn es wĂ€rmer wird. Ich sag nur, Poolparty und 12 Monate Sommer im Jahr!“
„Schröder, Schröder, was dir an Grips fehlt, gleichst du echt durch Blödheit aus! Ich habe zwar keine Buntstifte dabei, aber versuche trotzdem, es dir zu erklĂ€ren.
ErderwĂ€rmung lĂ€sst die Polarkappen schmelzen, das verursacht einen erhöhten weltweiten Wasserverbrauch, trĂ€gt zur Ausbreitung von Krankheiten und Hungersnöten bei und schraubt gefĂ€hrlich an der gesamten Wetterlage. Ich sag nur Sturm, Starkregen und Überschwemmungen.“
„Sehe ich aus wie eine Bratwurst, oder wieso gibst du deinen Senf dazu? Jetzt lass aber mal die Kirche im Wald, oder wie das heißt. Das Leben ist halt kein Ponyschlecken!“
Junge ĂŒberlegt kurz ob er die Redewendungen korrigieren soll, möchte aber kein Klugscheißer sein und lĂ€sst es daher. Da auch Schröder keine HĂŒtte bauen kann, verbringen die beiden die Nacht also doch im Freien. Das mutierte Pony legt weiter zu!

AllgemeinverstĂ€ndlich: Die Herren Junge und Schröder pausieren ihre Reise, um zu nĂ€chtigen. Der mit Intelligenz nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig gesegnete Herr S. unterbreitet den Vorschlag, BĂ€ume zu roden, um aus dem Gehölz eine Nachtunterkunft anzufertigen. Sein deutlich gebildeter WeggefĂ€hrte erlĂ€utert ihm daraufhin die dramatischen Folgen von Wald- bzw. Brandrodungen. Die Folgeerscheinungen, ErderwĂ€rmung und Vernichtung von Lebensraum fĂŒr die heimische Tierwelt, nimmt Herr Schröder gerne in Kauf. Die Herren verbringen die Nacht in der freien Natur, da niemand ĂŒber das handwerkliche Geschick, noch ĂŒber Werkzeuge verfĂŒgt, um eine angemessene Residenz zu errichten.

FrĂŒhstĂŒck ohne Biene Maja

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,Am nĂ€chsten Morgen treten die doch sehr unterschiedlichen Kumpel den Heimweg an. Schröder möchte aber erst noch frĂŒhstĂŒcken. „Ich zieh mal los und check das Buffet,“ grölt er durchs Morgengrauen. Eine Weile spĂ€ter kommt er mit einigen Honigwaben und einer Handvoll Waldbeeren zurĂŒck. Vollmundig verkĂŒndet er:
„Ey Junge, du Gesichtselfmeter, guck was ich geschossen habe. Das sĂŒĂŸe Gold hier wĂ€chst auf den BĂ€umen, wird allerdings von Biene Maja bewacht, die habe ich aber ausgerĂ€uchert, easy!“ Junge kann es nicht fassen und antwortet sichtlich genervt: „Schröder, ich bin zwar kein Botaniker, aber ich erkenne eine Pissnelke, wenn sie vor mir steht. Hast du denn keinen blassen Schimmer, wie wichtig Bienen sind? Ohne Bienen geht hier alles den Bach runter. Die schwarz gelben Mini-Brummer sind hauptverantwortlich fĂŒr den Fortbestand etlicher Pflanzen, Obst- und GemĂŒsesorten.“
„Noch so’n Ton, Kastration!“ mault Schröder zurĂŒck! „Ist ja jetzt eh schon zu spĂ€t, also hau rein, du Sensibelchen. Bei den Beeren bin ich mir ĂŒbrigens nicht ganz sicher, ob die giftig sind. Ich lass das Pferd mal probieren und wenn es nicht aus den Latschen kippt, wissen wir Bescheid.“
„Schröder, du guckst auch mit einem Streichholz nach, ob Benzin im Tank ist, oder? Du kannst doch nicht das Tier, welches ĂŒbrigens immer grĂ¶ĂŸer wird, als Versuchskaninchen- oder besser Pferdchen missbrauchen!
Schröder verdreht die Augen und fragt: „Sag mal wirfst du mit Kot, oder was?! NatĂŒrlich kann ich das machen, besser das Tier macht die GrĂ€tsche als ich!“
Guck mal da vorne!“ knurrt Junge.
„Wat ist da?“
„Da ist Schluss mit lustig! Schmeiß die Kack BĂ€ren weg und gib Gummi“!
„BĂ€ren wird in diesem Fall mit „ee“ geschrieben!“ Ist sich Schröder ausnahmsweise sicher. (Er hat recht)
Das ergibt keinen Sinn, ist aber lustig😊. Junge ist verdutzt.

AllgemeinverstĂ€ndlich: Nach verbrachter Nacht begeben sich die Freunde auf den Heimweg. Um seinen Hunger zu stillen, entwendet Herr Schröder einige Honigwaben, an welche er durch AusrĂ€ucherung der Bienen gelangt. Er pflĂŒckt noch diverse Beeren, welche er testweise zunĂ€chst an sein edles Ross verfĂŒttern möchte, um eine toxische Wirkung auszuschließen. Herr Junge kritisiert die FrĂŒhstĂŒcksauswahl und erklĂ€rt seinem Kompagnon die immens wichtige Bedeutung von Bienen fĂŒr die Pflanzenwelt. Seine ethische Haltung in Bezug auf den geplanten Tierversuch macht er ebenfalls deutlich. Das bezeichnete Tier weist derweil eine betrĂ€chtliche GrĂ¶ĂŸe auf.

Zitronen im Feuer

Geben-KĂŒhe-immer-Milch

,,Die Freunde begeben sich auf den RĂŒckweg.
Junge fordert Schröder auf: „Los, schwing dich auf dein giraffengroßes Ross und auf geht’s Richtung Heimat.“
Schröder antwortet verdutzt: „Junge, ich komm da nicht mehr drauf, hilf mal!“
Da man einen Kumpel nicht hÀngen lÀsst, hilft Junge seinem Wegbegleiter aufzusteigen, und sie trotten los.
„War doch funny,“ meint Schröder, sichtlich mit sich und der Welt zufrieden.
„Geht so“ entgegnet Junge. „So ganz hast du nicht kapiert, worum es eigentlich geht!“
„Doch klar, ich habe Fun und du holst fĂŒr mich die Zitronen aus dem Feuer, Megatrend dieses Brain-Washing!“
Junge ist sichtlich genervt und erwidert: „Es sind Kastanien und es reicht nicht, wenn ich sie fĂŒr dich aus dem Feuer hole. Das Brain-Washing hat bei dir offensichtlich gut funktioniert, die Konzerne und Werbung leisten da unglaubliches. Den Trend mit dem Hirn benutzen und eigener Meinung musst du noch etwas ĂŒben!“
Wieder zuhause angekommen, versucht Schröder vom Monster-Pony abzusteigen. Dabei verliert er den Halt, als er versucht sich am Schweif des Zossen abzuseilen. Er fliegt dermaßen heftig auf die Fresse, dass sich Junge ein lautes, schadenfrohes Lachen nicht verkneifen kann.
Er schreit: „Brain-Challenge Teilnehmer Schröder, durchgefallen!“ Zu seinem zahnlosen Kumpel gerichtet sagt er verschmitzt: „Ich bin ja nicht gehĂ€ssig, aber manchmal sehe ich es einfach gerne, wenn auch mal der Richtige auf die Schnauze fĂ€llt.“ Zur ErklĂ€rung fĂŒgt er noch an: „Tja Schröder, du alte Evolutionsbremse, wer glaubt, er könnte sich nehmen was er will nur, weil er gerade Lust darauf hat, und wer denkt sein Handeln hĂ€tte keine Folgen, fĂ€llt frĂŒher oder spĂ€ter von seinem hohen Ross! Aber ich habe Good-News fĂŒr dich, auch du kannst dich Ă€ndern und deinen Teil dazu beitragen, unsere Zukunft zu sichern!“
Junge hat die Brain-Challenge mit Bravour bestanden und bringt seinen zahnlosen Freund ins nĂ€chstgelegene Krankenhaus. Er beendet den Trip mit den Worten: „Schröder mein Freund, mal verliert man und manchmal gewinnen die anderen. Mach die Challenge noch einmal und du stehst beim nĂ€chsten Mal auf der richtigen Seite!“
Schröder ĂŒberlegt, was Junge da gesagt hat, Schröder hat Kopfschmerzen!

AllgemeinverstĂ€ndlich: ZurĂŒck in der Heimat verunfallt Herr Schröder bei dem Versuch, das mit Abstand grĂ¶ĂŸte Pony der Welt hinabzusteigen. Die Herausforderung der Gehirnnutzung hat Herr Junge eindeutig fĂŒr sich entschieden. Herr Schröder wird von Herrn Junge in ein Klinikum gebracht. Herrn S. wird dargelegt, dass es nicht zu spĂ€t ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die Zukunft mitzugestalten. Herr Schröder hat MigrĂ€ne!

Wackelpetra und das Gebiss

Geben-KĂŒhe-immer-Milch

Was danach geschah:

Schröder bekam ein nigel nagel neues Gebiss und entschied sich, ĂŒber die Weisheiten von Junge und den Mega-Trend „Brain-Challenge“ nachzudenken. Er beschloss, dem Beispiel seines Homies zu folgen und ĂŒber sein Handeln nachzudenken. Er ist bis heute fest entschlossen, die Welt ein StĂŒckchen besser zu machen. Da er wochenlang nur flĂŒssige und weiche Nahrung zu sich nehmen konnte und ihm pĂŒrierter Hackepeter nicht schmeckte, kam er auf den Geschmack von GemĂŒse und Obst. Bei einem Zwischenfall wĂ€hrend seiner ErnĂ€hrungsumstellung, verlor Schröder leider erneut seine FrontzĂ€hne. Die Lage eskalierte, als er seine leicht ĂŒbergewichtige Ehefrau Petra versehentlich Hackepetra nannte und sie auch mit der Bezeichnung Wackelpetra nicht besĂ€nftigen konnte.
Bis heute ist Schröder sehr erstaunt, wie unglaublich gut ihm die fleischfreie ErnĂ€hrung bekommt. Er lebt glĂŒcklich mit Petra, seinen 6 Kindern und den 4 Enkelkindern irgendwo in Germany und erklĂ€rt dem Nachwuchs gerne, warum er sich verĂ€ndert hat. Schröder ist 29 Jahre.

Junge spielt die Challenge weiterhin tĂ€glich und wird schlauer und schlauer. Er hinterfragt Dinge und folgt nicht blind der Masse. Außerdem hat er verschiedene Ratgeber und vegane ErnĂ€hrungsbĂŒcher mit Rezepten veröffentlicht, hĂ€lt VortrĂ€ge an Schulen und sieht der Zukunft positiv entgegen.

Das Zauber-Pony steht wieder auf der Weide und hat die ursprĂŒngliche GrĂ¶ĂŸe zurĂŒckerlangt. Wie es zu den plötzlichen WachstumsschĂŒben kam, ist nicht ĂŒberliefert. Es wird regelmĂ€ĂŸig von Junge und Schröder besucht und manchmal darf Schröder sogar auf ihm reiten, ohne dass es die GrĂ¶ĂŸe verĂ€ndert. Dabei denkt Schröder gerne an den Trip zurĂŒck und fragt sich, warum er nicht schon viel frĂŒher vom Ross gefallen ist und solange weggesehen hat.

AllgemeinverstĂ€ndlich: Im Anschluss an diese ereignisreiche Reise bekam Herr Schröder 2x neue ZĂ€hne. Er machte sich Gedanken ĂŒber sich und die Auswirkungen seines Handelns und stellte seine ErnĂ€hrung um. Herr S. ist bestrebt, die Welt fĂŒr seine Großfamilie und sich zu verbessern. Herr Junge lebt die erlangten Erkenntnisse der Trendbewegung tĂ€glich. Er ist erfolgreich und der Zukunft wohlgesonnen. Das Shetlandpony transformierte zurĂŒck in die ursprĂŒngliche Erscheinung. Eine wissenschaftliche ErklĂ€rung fĂŒr die Formwandlung konnte bislang nicht gefunden werden.

Wer es bis hier geschafft hat, RESPEKT!